Fussgängerzone<br>Minden / GER
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6. Dezember 2022

Fussgängerzone

Creative Mission

  • Die Mittelrinne als Motiv

Projektdaten

Fussgängerzone
Auftraggeber Stadt Minden
Region Europe
Typologie Öffentlicher Raum / Landschaftsplanung
Art Realisierungswettbewerb
Planungszeitraum 2011 - 2011
Gebietsgröße 1,25 ha

Realisierungswettbewerb Neugestaltung der Fußgängerzone

Ziel dieses Wettbewerbes war die Neugestaltung der Fußgängerzone als wichtige Maßnahme zur Stärkung der Innenstadt und Schärfung der Potenziale, insbesondere der historischen und wirtschaftlichen. Die Gestaltung soll dabei auf die Eigenarten und besonderen Rahmenbedingungen der einzelnen Straßen- und Platzräume reagieren und die verschiedenen Teilbereiche optimal zur Geltung bringen.

Das Konzept sieht eine in Materialität und Hauptelementen einheitliche Gestaltung vor, die sich gemäß den in der Analyse ermittelten Raumcharakteristika in verschiedene Raumabschnitte differenziert. In fast allen Raumabschnitten bildet die mittig angeordnete Entwässerungsrinne ein wichtiges Gestaltungselement. Je nach Situation wird sie differenziert. Weitere Sonderelemente sind Bänke, Sitzsteine, Decks und Stufen.

Das Planungsgebiet wird in drei Abschnitte gegliedert: die Obermarktstraße, den Scharn und die Bäckerstraße. In der Obermarktstraße wird die Rinne assymetrisch geführt und betont so die durchgehende Raumkante. Ein paar Sonderelemente wie Sitzsteine, eine kleine Fontäne und vereinzelten Bäumen vervollständigen die Situation. Im Bereich des Scharn wird eine großzügige Esplanade mit einer wassergebundenen Fläche in der Mitte geschaffen. Sie ist von Bänken gefasst und zeichnet den historischen Grundriss nach.

Die Obermarktstraße wird durch eine Mittelrinne als Gliederungselement geprägt. Sie wird in gerade Abschnitte unterteilt, deren Fügungspunkt jeweils als Knoten ausgebildet werden, die eine Rhythmisierung der langen einheitlichen Straße bewirken und die Krümmung der Raumkante betonen. Zusätzlich führt ein Teil der Rinne Wasser. Wichtige Punkte werden mit einem Baum und dem „Mindener Wasserspucker“ betont. Die Eingangssituation inszeniert ein dünner Wasserspiegel mit temporären nebenartigen Fontänen und stellt den Bezug zur Weser da.